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Gemeinhin
wird immer behauptet das ein
vernünftiger Mix aus verschiedenen Baufinanzierungsformen
optimal sei. Dies stimmt . D.h. wer bereits im Vorfeld seines Bau- /
Modernisierungsvorhabens gehandelt hat, braucht sich um
diesen Anteil jetzt nicht zu kümmern.
Gern
werden Bausparverträge von Kreditinstituten verkauft.
Doch was ist das eigentlich. Eine Gemeinschaft von Bausparern gibt sich
gegenseitig günstigere Kredite als marktüblich. D.h.
in einer sog. Ansparphase finanziert der heutige Bausparer den
Bausparern von gestern ihr zinsgünstiges Darlehen.
Das System lebt also von immer neuen Bausparern. Daher der
enorme Werbeaufwand. Der Nachteil : da nicht vorhergesagt
werden kann, wann genügend neue Sparer vorhanden
sind, ist unklar wenn Ihr Vertrag zuteilungsreif wird.
Die Folge sind oft teure Zwischenfinanzierungen. Wer jedoch
erst in unbestimmter Zeit ein Bauvorhaben hat und sich im Klaren ist,
das die sogenannten staatlichen Hilfen nur bei einer Minderheit
greifen, kann sich hier informieren:

Als
reines Sparinstrument ist vom Bausparen
abzuraten. Wer aber nun, egal ob mit einem
zuteilungsreifen Bausparer
oder einer abgeschlossen Lebensversicherung bereits Vorsorge getroffen
hat,
minimiert seinen Finanzierungsbedarf bzw. erhöht seine
Bonität bei der Bank für einen Hausbaukredit. Meist
ist der Wunsch
nach einem Eigenheim aber
relativ spontaner Natur. Der Bedarf einer jungen Familie, die
wächst, kommt schneller als sinnvolle langfristige
Planungen. Bei
den
gegenwärtig günstigen
Bauzinsen hat das klassische Hypothekendarlehen als Immobiliendarlehen
an Bedeutung gewonnen.
Finanzierungsbedarf =
Gesamtkosten (Haus+Grund) - Eigenkap. (Notarkosten etc. sollten selbst
finanziert werden)
Finanzierungsbedarf
* (aktueller Zinssatz+1%Tilgung) / 12 Mo.
Bsp.:
Objekt
mit Grundstück
220000,-€
- Eigenkapital
40000,- €
Finanzierungsbedarf 180000,-
€
Bsp.- zinssatz
5,2%
incl. 1% Tilgung
6,2%
180000 * 6,2%
= 11160,- € p.a.
Rate
930,- € mtl.
Mehrere
Probleme
werden deutlich:
1.
Der
Zinssatz entscheidet erheblich über die monatlichen und somit
die Gesamtkosten. Dieser ändert sich fast
wöchentlich. Das erschwert die Auswahl.
Wenn
Sie ihren
Zinssatz für sehr günstig erachten, sollten Sie ihn
nicht nur auf 10 sondern 15 Jahre (mehr geht nicht) festschreiben
lassen. Das Gesetz räumt nach 10 Jahren ein
Kündigungsrecht ein und Sie sind dann immer noch flexibel.
2.
Wenn
man 1% Tilgung zu Grunde legt, liegt die Dauer der
Rückzahlung bei knapp über 30 Jahren . D.h.
11160,- * 31 Jahre =345960,- Das ist rund das
1,92fache der Darlehenssumme!
Das Ziel ist
also die Dauer der Rückzahlung zu minimieren.
Dabei
gibt es
zwei Wege:
Zum Einen Sie
vereinbaren eine höhere Tilgung (1,5 ; 2% oder mehr)
.
Zum Anderen: Sie bleiben bei 1% Tilgung um ihre monatliche
Belastung geringer zu halten. Dafür bestehen Sie aber auf die
Möglichkeit von Sondertilgungen.
Mit beiden Varianten sind Sie früher fertig und sparen
erheblich.
Übrigens
können über den Weg eines Hypothekenkredites
Hausbesitzer auch an günstigere Zinsen für sonstige
Finanzierungen kommen.
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